Lieber Mensch, in dieser Anleitung zeige ich Dir Schritt für Schritt, wie Du einen Sterntetraeder beziehungsweise eine Merkaba selbst zeichnen kannst. Diese faszinierende Form wirkt beinahe dreidimensional und wird in spirituellen Lehren von manchen Menschen als Symbol eines Lichtkörpers oder Lichtgefährts betrachtet. Das Faszinierende daran: Diese Form wirkt nicht nur dreidimensional, sondern scheint regelrecht aus der Saat des Lebens und damit aus der heiligen Geometrie heraus zu entstehen.
Für alle, die es schnell und kompakt möchten, findest Du hier zunächst eine kurze GIF-Animation. Weiter unten folgt die ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung.
Dieses GIF zeigt Schritt für Schritt, wie ein Sterntetraeder beziehungsweise eine Merkaba mit Zirkel und Lineal konstruiert werden kann. Ausgangspunkt ist die heilige Geometrie der Saat des Lebens. Nach und nach entstehen daraus gleichseitige Dreiecke, geometrische Hilfslinien und schließlich die vollständige Struktur des Sterntetraeders.
Viele Menschen sehen im Sterntetraeder weit mehr als nur eine geometrische Figur. In spirituellen Lehren gilt er als Symbol für Gleichgewicht, Harmonie und Bewusstsein. Gleichzeitig steckt hinter dieser Form eine erstaunlich präzise Geometrie, die sich mit Zirkel und Lineal konstruieren lässt.
Natürlich gibt es zu dieser Anleitung auch ein ausführliches YouTube-Video:
Sterntetraeder zeichnen – Schritt für Schritt Anleitung
Material zum Zeichnen
Für diese Anleitung benötigst Du:
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Empfehlung: Zirkel von STAEDTLER
Ideal für größere geometrische Konstruktionen. Mit Stiftehalterung: Durch die Größe des Zirkels ist der eingesetzte Stift nicht im Weg.
Zirkel
Lineal
Bleistift
Radiergummi
Optional: Filzstift zum Nachzeichnen
Vorbereitung – Die Mitte des Papiers bestimmen
Finde zunächst die genaue Mitte Deines Papiers. Zeichne dazu eine horizontale und eine vertikale Hilfslinie ein. Bei einem DIN-A4-Blatt liegt die vertikale Mitte bei 14,85 cm und die horizontale Mitte bei 10,5 cm.
Im ersten Schritt wird die Mitte des Papiers bestimmt. Dazu werden die horizontalen und vertikalen Mittellinien eingezeichnet. Die Maßangaben helfen dabei, die spätere Konstruktion des Sterntetraeders exakt auszurichten.
Hinweis: Zur besseren Kenntlichkeit wurden die Bilder grafisch aufgearbeitet, damit die Linien besser sichtbar sind.
Messe die Abstände jeweils beidseitig exakt ab und verbinde die Markierungen zu einer Linie. Dadurch unterteilst Du das Blatt in vier gleich große Bereiche und erhältst eine präzise Orientierung für die spätere Konstruktion.
Den richtigen Radius bestimmen
Stelle Deinen Zirkel nun auf einen Radius von 5 cm ein. Diese Größe eignet sich ideal für ein DIN-A4-Blatt.
Der Zirkel wird nun auf einen Radius von 5 cm eingestellt. Dieser Radius bildet die Grundlage für alle weiteren Kreise der Saat des Lebens und sorgt für eine gleichmäßige geometrische Konstruktion.
Wenn Du auf einem größeren Blatt wie DIN A3 zeichnest, kannst Du die kleinste Seitenlänge Deiner Zeichenfläche durch etwa 4,1 teilen. Bei DIN A3 ergibt sich dadurch beispielsweise ein Radius von ungefähr 6,8 cm. So erhältst Du einen passenden Radius mit genügend Abstand zum Rand und einer möglichst großen Wirkung der späteren Zeichnung.
Auf diese Weise erhält der Sterntetraeder später seine maximale Größe und entfaltet seine volle räumliche Wirkung auf dem Papier.
Den ersten Kreis zeichnen
Steche nun exakt in die Mitte Deines Papiers ein und ziehe einen Kreis. Anschließend setzt Du den Zirkel in den Schnittpunkt der horizontalen Linie mit dem Kreis und zeichnest einen weiteren Kreis mit demselben Radius.
Nun wird der erste Kreis gezeichnet. Er bildet den Ursprung der gesamten Konstruktion und dient als Grundlage für die spätere Saat des Lebens und den Sterntetraeder.
Die Saat des Lebens konstruieren
Wiederhole diesen Schritt ringsherum, bis die sogenannte Saat des Lebens entsteht.
Kleiner Profitrick: Zeichne zuerst links der Saat des Lebens drei Kreise und anschließend rechts ebenfalls drei Kreise. Dadurch verringerst Du die Wahrscheinlichkeit, dass sich kleine Ungenauigkeiten beim Zeichnen immer weiter fortsetzen oder sogar vergrößern.
Durch weitere Kreise entsteht nun die Saat des Lebens. Dieses geometrische Muster bildet die Grundlage vieler Konstruktionen der heiligen Geometrie und dient hier als Orientierung für den Sterntetraeder.
Orientiere Dich dabei möglichst an der horizontalen Hilfslinie und nicht ausschließlich an bereits gezeichneten Kreisen. Denn selbst kleine Ungenauigkeiten in den Kreisen können sich später sichtbar auswirken.
Zeichne nun in die Saat des Lebens ein gleichseitiges Dreieck ein. Verbinde dazu den oberen Schnittpunkt mit den beiden unteren Schnittpunkten, die sich aus den Kreisen und der vertikalen Mittellinie ergeben.
Im nächsten Schritt wird das erste gleichseitige Dreieck eingezeichnet. Die Eckpunkte ergeben sich direkt aus den Schnittpunkten der Saat des Lebens.
Wenn Du Dich beim Zeichnen sicher fühlst, kannst Du dieses Dreieck bereits mit einem Filzstift nachziehen.
Das zweite Dreieck des Sterntetraeders
Unter dem ersten Dreieck befindet sich nun ein weiteres gleichseitiges Dreieck. Da dieses optisch darunterliegt, werden die Linien jedoch nur bis zu den Kanten des oberen Dreiecks eingezeichnet. Genau dadurch entsteht später die faszinierende räumliche Wirkung des Sterntetraeders.
Nun wird das zweite Dreieck ergänzt. Gemeinsam entstehen die beiden gegensätzlichen Dreiecke, welche die Grundstruktur des Sterntetraeders beziehungsweise der Merkaba bilden.
Verbinde dafür die übrigen drei Schnittpunkte der Kreislinien ebenfalls zu einem Dreieck, jedoch immer nur bis zur Linie des darüberliegenden Dreiecks.
Auch diesen Schritt kannst Du bereits mit Filzstift nachziehen, wenn Du sicher bist, wie die Linien verlaufen müssen.
Wenn Du noch unsicher bist, empfehle ich Dir, zunächst alles mit Bleistift vorzuzeichnen und erst später mit Filzstift nachzuziehen.
Die innere Struktur des Sterntetraeders
Nun hast Du zwei gleichseitige Dreiecke, wobei eines optisch unter dem anderen liegt.
Durch weitere Linien zur Mitte entsteht nun die räumliche Wirkung des Sterntetraeders. Die Konstruktion wirkt dadurch zunehmend dreidimensional.
Verbinde jetzt die Spitzen des darunterliegenden Dreiecks mit dem Mittelpunkt der Saat des Lebens beziehungsweise mit dem Mittelpunkt Deiner Zeichnung.
Langsam beginnt sich nun die innere Struktur des Sterntetraeders sichtbar zu entfalten.
Das innere Dreieck einzeichnen
Nun folgt der letzte große Schritt. In die Mitte wird jetzt ein weiteres gleichseitiges Dreieck eingezeichnet – sozusagen die Spitze des unteren Tetraeders.
Im inneren Bereich werden weitere Verbindungslinien ergänzt. Dadurch verstärkt sich die räumliche Struktur der Merkaba und die geometrische Form wirkt harmonischer.
Verbinde dazu die Schnittpunkte der zuletzt gezeichneten Linien mit den Linien des oberen Dreiecks zu einem weiteren kleinen Dreieck innerhalb der Form. Dieses Dreieck ist umgekehrt ausgerichtet und verstärkt die räumliche Wirkung der gesamten Konstruktion.
Hilfslinien entfernen
Wenn Du möchtest, kannst Du nun die Saat des Lebens und alle Hilfslinien vorsichtig wegradieren.
Übrig bleibt der fertige Sterntetraeder beziehungsweise die Merkaba – eine Form, die seit Jahrhunderten Menschen durch ihre Präzision, Symmetrie und räumliche Wirkung fasziniert.
Im letzten Schritt werden die Hilfslinien entfernt. Übrig bleibt der fertige Sterntetraeder beziehungsweise die Merkaba als geometrische Endform der Konstruktion.
Die Bedeutung des Sterntetraeders
Der Sterntetraeder besteht aus zwei ineinander verschränkten Tetraedern und gehört zu den sogenannten platonischen Körpern beziehungsweise deren Erweiterungen. In der heiligen Geometrie symbolisiert diese Form häufig die Verbindung von Gegensätzen:
oben und unten
männlich und weiblich
Geist und Materie
Bewegung und Ruhe
In spirituellen Lehren wird der Sterntetraeder oft auch als Merkaba bezeichnet. Manche Menschen interpretieren ihn als eine Art Lichtkörper oder Energiefeld des Menschen.
Doch selbst unabhängig von spirituellen Bedeutungen besitzt diese Form eine besondere Faszination. Denn beim Zeichnen wird sichtbar, wie aus einfachen Kreisen und geometrischen Schnittpunkten plötzlich eine komplexe dreidimensionale Struktur entsteht.
Vielleicht liegt genau darin die besondere Wirkung der heiligen Geometrie: Dass scheinbar einfache Formen plötzlich Muster und Räume offenbaren, die man zuvor gar nicht wahrgenommen hat.
Die tiefen Zusammenhänge in der heiligen Geometrie
Der Sterntetraeder ist ein faszinierender Bestandteil der heiligen Geometrie und somit auch direkt aus Blume des Lebens hervorgeht. Man glaubt es kaum, aber er ist direkt auch mit den platonischen Körpern Hexaeder (Würfel) und Oktaeder verbunden. Denn verbindet man die Eckpunkte oder Diagonalen dieser Körper miteinander, entsteht daraus erstaunlicherweise genau diese Form. Das stelle ich in folgenden Shortys dar:
Da der Tetraeder dem Element Feuer zugeordnet wird, habe ich das künstlerisch in diesem Shorty dargestellt:
Wie dieser auch mit dem Oktaeder verbunden ist, zeige ich im folgenden Shorty auf. Denn: Die Ecken des Oktaeders sind dieselben wie vom Sterntetraeder, aber im 3D-Raum anders verknüpft:
Besonders faszinierend finde ich die tieferen Zusammenhänge
Denn aus dem Würfel lassen sich viele weitere geometrische Körper ableiten – darunter der Oktaeder, der Tetraeder und schließlich auch der Sterntetraeder. Dem Würfel wird das Element Erde zugesprochen, dem Oktaeder die Luft. Erde und Luft sind somit zwei wesentliche Bestandteile des Lebens. Darin gedeihen Pflanzen, die letztlich auch die Grundlage unserer Ernährung bilden.
Tiefer ist aber die Frage: Doppeltes Feuer? Also der Sterntetraeder, was bedeutet das?
Wenn man diesen Gedanken weiter philosophisch betrachtet, entsteht eine interessante Symbolik: Außerhalb spendet die Sonne Wärme, innerhalb der Erde wirkt der heiße Erdkern. Beides spendet Wärme, was im kalten Universum Leben ermöglicht, denn es ist physikalisch/chemisch Energie, die umgewandelt wird.
Vielleicht liegt genau darin die besondere Faszination des Sterntetraeders: Dass aus einfachen Kreisen und Linien plötzlich eine Form entsteht, die beinahe lebendig wirkt.
Und vielleicht zeigt genau das die Schönheit der heiligen Geometrie – dass komplexe Strukturen oftmals aus erstaunlich einfachen Grundlagen hervorgehen.
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