Schon mal etwas von der Saat des Lebens gehört? Nun, das ist die Grundstruktur, also die „Saat“ der heiligen Geometrie, aus der später dann auch die „Blume des Lebens“ wächst! Und wie Du diese ganz einfach zeichnen kannst, zeige ich Dir in dieser Anleitung.
Das Wichtigste in Kürze zeigt Dir diese schnelle Animation. Wenn Du die einzelnen Schritte in Ruhe anschauen möchtest, findest Du darunter die ausführliche Bildanleitung samt Video.
Die Animation zeigt Schritt für Schritt, wie Du auf einem DIN-A4-Blatt im Querformat die Mitte bestimmst und anschließend mit einem Zirkel sieben gleich große Kreise zeichnest. Nach dem Entfernen der Hilfslinie ist die Saat des Lebens fertig.
Das Video dazu:
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Empfehlung: Zirkel von STAEDTLER
Ideal für größere geometrische Konstruktionen. Mit Stiftehalterung: Durch die Größe des Zirkels ist der eingesetzte Stift nicht im Weg.
Persönlicher Hinweis: Diesen Zirkel habe ich auch für diese Zeichnung verwendet. Meine Erfahrung: Mit einem professionellen Werkzeug gelingt die Konstruktion nicht nur besser – auch das Zeichnen selbst macht einfach mehr Spaß.
Die Bilder in dieser Anleitung kannst Du anklicken – so siehst Du sie in groß.
1. Markiere die vertikale Papiermitte
Für diese Anleitung verwende ich ein DIN-A4-Blatt im Querformat. Du kannst natürlich auch ein anderes Papierformat wählen und die Maße entsprechend anpassen.
Miss am oberen und unteren Blattrand jeweils 14,85 Zentimeter von links ab und markiere dort jeweils einen Punkt.
Miss am oberen und unteren Blattrand jeweils 14,85 Zentimeter von links ab und markiere die beiden Punkte für die vertikale Papiermitte.
Verbinde anschließend beide Markierungen mit einer senkrechten Linie. Diese Gerade hilft Dir später dabei, den Mittelpunkt und den unteren Einstichpunkt möglichst genau zu bestimmen.
2. Miss von oben 10,5 Zentimeter ab
Miss nun entlang der senkrechten Linie vom oberen Blattrand aus 10,5 Zentimeter ab.
Miss entlang der vertikalen Mittellinie von oben 10,5 Zentimeter ab, um den Mittelpunkt des DIN-A4-Blattes zu bestimmen.
Bei einem DIN-A4-Blatt im Querformat liegt an dieser Stelle genau die Mitte des Papiers.
3. Markiere den Mittelpunkt
Markiere den ermittelten Mittelpunkt gut sichtbar. Hier wird gleich die Spitze des Zirkels eingestochen.
Markiere den Punkt bei 10,5 Zentimetern auf der vertikalen Mittellinie. Dieser Punkt bildet den Mittelpunkt für den ersten Kreis.
4. Stelle den Zirkel auf einen Radius von 5 Zentimetern ein
Stelle Deinen Zirkel mithilfe eines Lineals auf einen Radius von 5 Zentimetern ein.
Stelle den Zirkel auf einen Radius von 5 Zentimetern ein. Diese Zirkelweite bleibt während der gesamten Konstruktion unverändert.
Achte darauf, dass sich die Zirkelweite während des Zeichnens nicht mehr verändert. Alle sieben Kreise der Saat des Lebens haben den gleichen Radius.
5. Zeichne den ersten Kreis
Steche mit der Zirkelspitze in den markierten Mittelpunkt ein und zeichne den ersten Kreis.
Steche mit dem Zirkel in den markierten Mittelpunkt ein und zeichne den ersten Kreis mit einem Radius von 5 Zentimetern.
Dieser erste Kreis bildet später die Mitte der Saat des Lebens.
6. Steche in den oberen Schnittpunkt ein
Der erste Kreis schneidet die senkrechte Hilfslinie an zwei Stellen. Setze die Zirkelspitze nun in den oberen Schnittpunkt ein.
Setze die Zirkelspitze bei unveränderter Zirkelweite in den oberen Schnittpunkt ein, an dem sich der erste Kreis und die vertikale Mittellinie kreuzen.
7. Zeichne den zweiten Kreis
Zeichne von diesem oberen Schnittpunkt aus einen weiteren vollständigen Kreis.
Steche in den oberen Schnittpunkt von Kreislinie und Mittellinie ein und zeichne mit unveränderter Zirkelweite den zweiten Kreis.
Nun schneiden sich beide Kreise auf der rechten und auf der linken Seite.
8. Steche in den rechten Schnittpunkt ein
Setze die Zirkelspitze in den rechten oberen Schnittpunkt der beiden Kreise ein.
Setze die Zirkelspitze in den rechten oberen Schnittpunkt der beiden Kreise. Die Zirkelweite bleibt weiterhin unverändert.
9. Zeichne den dritten Kreis
Zeichne nun vom rechten Schnittpunkt aus den nächsten Kreis.
Zeichne vom rechten oberen Schnittpunkt aus den dritten Kreis. Dadurch wächst die Saat des Lebens Schritt für Schritt weiter.
10. Steche in den linken Schnittpunkt ein
Gehe nun auf die linke Seite und setze die Zirkelspitze in den entsprechenden linken oberen Schnittpunkt ein.
Setze die Zirkelspitze in den linken oberen Schnittpunkt der Kreise und behalte die bisherige Zirkelweite unverändert bei.
11. Zeichne den vierten Kreis
Zeichne auch von diesem Schnittpunkt aus einen vollständigen Kreis.
Zeichne vom linken oberen Schnittpunkt aus den vierten Kreis. Die Kreise verteilen sich nun zunehmend gleichmäßig um den ersten Kreis.
12. Zeichne den unteren Kreis
Als Nächstes folgt der untere Kreis. Setze den Zirkel dort an, wo sich der erste Kreis und die senkrechte Hilfslinie unten schneiden.
Falls beim Zeichnen kleine Ungenauigkeiten entstanden sind, orientiere Dich lieber an diesem Schnittpunkt als nur an den umliegenden Kreisen. Durch die Hilfslinie lässt sich die Position genauer bestimmen.
Setze den Zirkel am unteren Schnittpunkt des ersten Kreises mit der vertikalen Mittellinie an und zeichne den nächsten Kreis. Die Gerade dient dabei als zusätzliche Orientierung.
13. Zeichne den letzten Kreis
Nun fehlt nur noch der letzte Kreis rechts unten. Setze die Zirkelspitze in den entsprechenden Schnittpunkt der bereits vorhandenen Kreise ein und zeichne erneut einen vollständigen Kreis.
Setze den Zirkel in den rechten unteren Schnittpunkt der Kreise ein und zeichne mit unveränderter Zirkelweite den nächsten Kreis.
Damit sind alle sieben Kreise vollständig gezeichnet.
14. Radiere die Hilfslinie weg
Radiere nun die senkrechte Hilfslinie vorsichtig wieder heraus. Achte dabei darauf, die gezeichneten Kreislinien möglichst nicht zu beschädigen.
Radiere die senkrechte Hilfslinie vorsichtig weg, ohne die roten Kreislinien zu beschädigen.
15. Die Saat des Lebens ist fertig
Und schon ist die Saat des Lebens fertig! Sie besteht aus sieben gleich großen Kreisen: einem Kreis in der Mitte und sechs weiteren Kreisen, die sich gleichmäßig darum anordnen.
Die Saat des Lebens ist fertig. Sie besteht aus einem mittleren Kreis und sechs gleich großen Kreisen, die ihn umgeben.
Die Bedeutung der Saat des Lebens
Bitte beachte: Alles, was ich nun schreibe, spiegelt meine persönliche Sichtweise wider. Es kann also sein, dass ich falsch liege oder dass meine Deutung nicht für jeden Menschen gleichermaßen gültig ist.
Wie schon am Anfang erwähnt, ist die Saat des Lebens – wie ihr Name bereits sagt – symbolisch die Saat, aus der später die Blume des Lebens wächst. Geometrisch bildet sie also eine Grundstruktur der Blume des Lebens.
Für mich verweist diese Form auf die Entstehung und Entfaltung des Lebens: Aus einer Einheit entsteht eine Zweiheit, daraus entstehen weitere Verbindungen und schließlich eine immer größere Struktur.
Eine ähnliche Abfolge zeigt sich auch bei der Zellteilung: Aus einer Zelle entstehen zwei Zellen, daraus vier, dann acht und immer weitere Zellen. Das sogenannte Ei des Lebens wird deshalb in der heiligen Geometrie häufig symbolisch mit den ersten Teilungsstadien einer Zelle in Verbindung gebracht.
Dabei ist mir wichtig: Die geometrische Darstellung ist natürlich kein exaktes biologisches Modell der Mitose. Für mich zeigt sie vielmehr auf symbolische Weise ein ähnliches Grundprinzip – aus einer Einheit entsteht durch Teilung und Vermehrung neues Leben.
Genau darin liegt für mich die Faszination der heiligen Geometrie. Sie zeigt nicht einfach nur schöne Muster, sondern Strukturen, die sich auf viele verschiedene Bereiche des Lebens übertragen lassen. Die folgende Animation veranschaulicht diese Verbindung:
Diese Animation zeigt, wo sich in der Blume des Lebens symbolisch die Zellteilung wiederfinden lässt. Die Mitose beschreibt die Teilung und Vermehrung von Zellen. Diese geometrische Struktur wird auch als „Ei des Lebens“ bezeichnet. Mit einem Klick auf das Bild gelangst Du zum entsprechenden Video.
Doch darauf möchte ich an dieser Stelle gar nicht zu tief eingehen. Die Saat des Lebens – und somit auch die gesamte heilige Geometrie – besitzt viele mögliche Bedeutungen. Vielleicht sind darin sogar – so meine persönliche Sichtweise – alle wesentlichen Strukturen des Lebens enthalten.
Genau das ist der Grund, warum mich dieses Thema so sehr interessiert.
Eine wesentliche Bedeutung zeigt sich für mich, wenn man die sieben hermetischen Prinzipien den sieben Kreisen der Saat des Lebens zuordnet:
Die Bedeutung der kosmischen Gesetze
Die kosmischen Gesetze beziehungsweise hermetischen Prinzipien lassen sich für mich wunderbar durch die heilige Geometrie ausdrücken und als symbolische Sprache verstehen.
Die Bezeichnung „hermetisch“ geht auf Hermes Trismegistos zurück – eine religiös-philosophische Gestalt, in der sich Einflüsse des griechischen Gottes Hermes und des ägyptischen Gottes Thot miteinander verbinden.
Mit einer symbolischen Sprache meine ich, dass ihre Grundformen überall verstanden werden können – unabhängig von einer gesprochenen Sprache. Die Saat des Lebens besteht lediglich aus geometrisch angeordneten Kreisen und kann dennoch viele Zusammenhänge ausdrücken.
Meiner Meinung nach kann die Betrachtung und vor allem das Zeichnen solcher Formen auch unterbewusst ordnend wirken. Während wir die Kreise zeichnen, entsteht aus einzelnen Bewegungen Schritt für Schritt eine zusammenhängende Struktur.
Jeder Kreis der Saat des Lebens kann einem hermetischen Prinzip zugeordnet werden.
Oder auch als Animation:
Die hermetischen Prinzipien – übrigens kannst Du sie hier im Detail nachlesen – sind für mich sehr „wesentlich“. Schließlich steckt bereits das Wort „Wesen“ darin.
Diese Prinzipien lassen sich meiner Meinung nach überall im Leben finden: nicht nur in unserem Erleben von Körper, Geist und Seele, sondern auch in Vorgängen der Natur und der Physik.
Ein Beispiel ist der Resonanzkörper einer Gitarre. Die Schwingungen der Saiten übertragen sich auf den Körper der Gitarre und werden dadurch verstärkt.
Ein anderes Beispiel ist das Wasser eines Bergsees. Solange es sich oben befindet, besitzt es potenzielle Energie. Fließt es bergab, wandelt sich ein Teil davon in Bewegungsenergie um. Gleichzeitig strebt das Wasser nach einem tieferen und ausgeglicheneren Zustand. Für mich lässt sich darin das Prinzip der Harmonie oder des Ausgleichs erkennen.
Auch ein Pendel oder eine Schaukel zeigt das Prinzip des Rhythmus und der Schwingung. Energie bleibt nicht einfach stehen, sondern bewegt und verwandelt sich.
Erstaunlich finde ich dabei auch die mögliche Reihenfolge beziehungsweise Priorität der einzelnen Prinzipien.
Gibt es eine Rangfolge der Prinzipien?
Es handelt sich um diese sieben Prinzipien:
Das Prinzip des Geistes
Das Prinzip von Ursache und Wirkung – Karma
Das Prinzip der Entsprechungen oder Analogien
Das Prinzip der Resonanz oder Anziehung
Das Prinzip der Harmonie oder des Ausgleichs
Das Prinzip des Rhythmus oder der Schwingung
Das Prinzip der Polarität und der Geschlechtlichkeit
Allen voran steht das Prinzip des Geistes.
In meiner Zuordnung wird dieses Prinzip durch den ersten Kreis der Saat des Lebens dargestellt. Dieser erste Kreis überschneidet sich mit allen weiteren Kreisen und bleibt zugleich mit ihnen verbunden.
Vielleicht ist diese Reihenfolge sogar noch feiner strukturiert. Möglicherweise besitzt beispielsweise das Prinzip von Ursache und Wirkung in bestimmten Zusammenhängen eine stärkere Wirkung als das Prinzip der Harmonie.
Das wage ich jedoch nicht abschließend zu beurteilen.
Was für mich aber feststeht: Allen voran steht der Geist – und damit hier auf der Erde insbesondere unsere Gedanken, Vorstellungen und inneren Bilder.
Für mich bedeutet das: Der Geist wirkt auf alle anderen Prinzipien ein. Gedanken, Gefühle, Vorstellungen und innere Bilder beeinflussen nicht nur unsere Wahrnehmung und unser Handeln. Ich glaube, dass unser innerer Zustand auch eine energetische Wirkung besitzt und über unseren Körper hinaus in unsere Umgebung hineinwirkt.
Das Herz erzeugt durch seine elektrische Aktivität nachweislich ein eigenes elektromagnetisches Feld. Ob und auf welche Weise Gedanken, Gefühle oder Bewusstseinszustände über dieses Feld auch quantenphysikalisch auf unsere Umgebung einwirken, ist wissenschaftlich bislang nicht eindeutig geklärt. Für mich ist es dennoch vorstellbar, dass wir nicht als abgeschlossene Wesen existieren, sondern mit unserer Umgebung und miteinander in einem ständigen Austausch stehen.
Kurz lässt sich das für mich mit dem Huna-Prinzip ausdrücken:
Energie folgt Aufmerksamkeit.
Worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, dem geben wir Energie. Dadurch verändern sich nicht nur unsere Wahrnehmung und unsere Handlungen, sondern möglicherweise auch die feinen Wechselwirkungen zwischen uns und unserer Umwelt. Darin zeigt sich für mich wiederum das zweite Prinzip: das Prinzip von Ursache und Wirkung.
Auch der keltische Knoten lässt sich mit den hermetischen Prinzipien verbinden und spiegelt für mich eine ähnliche Aussage wider.
Die Saat des Lebens und die Dualität
Die Vielfältigkeit der heiligen Geometrie ist für mich gigantisch. Je nachdem, aus welcher Perspektive man eine Form betrachtet, können sich immer wieder neue Zusammenhänge und Horizonte eröffnen.
Dabei stehen sich zwei Kräfte nicht einfach nur als Gegensätze gegenüber. Vielmehr gehören sie zusammen, ergänzen sich und gehen ineinander über. Licht und Dunkelheit, Bewegung und Ruhe, männlich und weiblich oder Geben und Empfangen bilden gemeinsam ein Ganzes.
Aus der Saat des Lebens lässt sich das Yin-Yang-Symbol konstruieren. Es steht für die Dualität und zeigt zwei unterschiedliche Energien, die dennoch miteinander verbunden sind. In dieser Anleitung findest Du eine Zeichenanleitung dazu.
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